Josephine Lang

„Josephine Caroline Lang“ von Unbekannt - Scan eines Privatfotos im genealogischen Archiv Hans-Thorald Michaelis sowie in: "Musik und Gender im Internet": http://mugi.hfmt-hamburg.de/grundseite/grundseite.php?id=lang1815. Lizenziert unter GFDL über Wikimedia Commons.
Josephine Caroline Lang“ von Unbekannt – Scan eines Privatfotos im genealogischen Archiv Hans-Thorald Michaelis sowie in: „Musik und Gender im Internet“: http://mugi.hfmt-hamburg.de/grundseite/grundseite.php?id=lang1815. Lizenziert unter GFDL über Wikimedia Commons.

(1815 – 1880)

Josephine Lang wurde 1815 in München geboren. Ihre Eltern waren der Hoforchestermusiker Theobald Lang und die berühmte Opernsängerin Regina Lang, geb.Hitzelberger. Schon im frühen Alter zeigt sich ihre große musikalische Begabung, sie erhält Klavierunterricht und beginnt im Alter von fünf Jahren zu komponieren. Um das schmale Einkommen des Vaters zu ergänzen, erteilt die Zwölfjährige Klavierunterricht. Durch ihren Paten, den Hofmaler Ludwig Stieler, lernt sie 1830 Felix Mendelssohn-Bartholdy kennen. Er ist nach dem Vortrag ihrer Liedkompositionen sehr beeindruckt von ihrem Talent und unterrichtet sie in Kontrapunkt und Generalbass.

Es beginnt eine äußerst produktive Phase, in der viele ihrer besten Lieder entstehen. Auch Robert Schumann rezensiert sie und veröffentlicht eines davon, „Traumbild“, in einer Beilage zur Neuen Zeitschrift für Musik.

1840 lernt sie den Dichter und Rechtsgelehrten Christian Reinhold Kästlin kennen. Sie verlieben sich, schreiben gemeinsam viele Lieder und heiraten 1842. Josephine folgt ihm nach Tübingen, wo er Rechtslehre doziert. In den 14 Jahren ihrer Ehe bleibt wenig Zeit zum Komponieren. Es werden sechs Kinder geboren, eines davon gelähmt. Kästlin erkrankt schwer und stirbt 1856. Die Familie steht ohne finanziellen Rückhalt da.

Josephine muss mit Gesangs- und Klavierstunden und durch Veröffentlichung von Kompositionen die Familie ernähren. Clara Schumann und Ferdinand Hiller sind ihr behilflich, es erscheinen einige Liederhefte im Druck. Hiller schreibt 1867 einen biographischen Aufsatz über sie, der ihren Namen wieder mehr in die Öffentlichkeit rückt.

Weitere Schiksalsschläge setzen ihr zu: Der älteste Sohn Felix, Patenkind von Felix Mendelssohn, wird geisteskrank und stirbt 1868 bei einem Feuer in der Anstalt Winnental.1873 stirbt ihr gelähmter Sohn Theobald. Die Töchter heiraten und ziehen fort.  Ihr dritter Sohn Eugen stirbt 1880 und noch im gleichen Jahr erliegt sie einem Herzinfarkt.

Weitere Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Josephine_Caroline_Lang
http://www.certosaverlag.de/bio.php?c=213
http://furore-verlag.de/komponistinnen/uebersicht_a-z/l/

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